Hier der Text der von der Vorsitzenden des KVL gehaltenen Rede zur Vernissage der ausstellung "My travel Experiences" von Rainer Zerback.

Liebe Mitglieder und Kunstfreunde, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Frau (Stefanie) Kleinsorge, nicht zuletzt: lieber Rainer Zerback,

wir freuen uns, Sie alle, wie auch die VertreterInnen und Vertreter der Presse und die des Gemeinderats - heute hier begrüßen zu dürfen. Dies ist die zweite (die vierte mit den Mitgliederausstellungen) Ausstellungseröffnung des KVL im Jubiläumsjahr 2022 „10 Jahre KVL“. Der von uns eingeladene Fotokünstler R. Zerback hatte die Wahl zwischen zwei Räumlichkeiten, dem KV-eigenen KunstFenster, und H 6 (in Anlehnung an die MA Straßenbezeichnungen), das ist die Hauptstraße 6 am anderen Ende der Hauptstraße, die wir in diesem Jahr dank der Stadt Ladenburg ebenso bespielen können. Und ich hoffte eigentlich, dass R. Zerback die Räumlichkeiten in H 6 wählen würde für seine Ausstellung, um mit einem guten Künstler aufwarten zu können. Tat er aber nicht. Die Klarheit des KF gefällt den meisten Künstlern. (Es wird auch die Wandinstallation von P. Lambertus im Juni/Juli hier stattfinden und nicht in H 6.) So auch unserem heutigen Künstler R. Zerback, der dafür gute Gründe hat. Es hat aber geklappt, dass die Eröffnung der Ausstellung am 26. Tag des Monats stattfindet, dem Tag der Gründung des KVL, so wie auch schon die „Colours of Europe“ am 26. Januar eröffnet wurden. Die nächste Eröffnung wird am 26. März stattfinden, welche Großskulpturen und - plastiken auf dem Gelände der Baumschule Huben präsentieren wird, begleitet von kleineren Plastiken in H 6, das sich dafür wiederum gut eignet, da es Nischen usw. bietet, durch welche man die diversen Werke gut gruppieren kann.

Genug zum Allgemeinen, nun zu Rainer Zerback mit „My Travel Experiences“. Wir freuen uns sehr, dass du ab heute hier ausstellst: Fotografieausstellungen sind im KVL nicht allzu häufig, deshalb sind wir gespannt auf das, was du für uns bereithältst: nämlich eine Ausstellung von Reiseeindrücken, besser -erfahrungen! Du hast Ende der 80iger Jahre deine Stelle in der Industrie aufgegeben, um dich ganz der Fotografie zu widmen, und stellst seit vielen Jahren aus. Es gibt wunderbare Serien wie die Contemplationes, die Reflektiones usw. Für fast alle begibst du dich auf große Reise, um dann deinem Konzept zu folgen. Ich möchte aber doch beginnen mit dem Kennenlernen von Rainer Zerback. Denn er kam eines Tages in eine unserer Ausstellungen, (Save) und wir wären möglicherweise nicht ins Gespräch gekommen, wenn nicht in seiner Begleitung eine uralt- Freundin gewesen wäre, die ich seit Jahren nicht gesehen hatte durch ihren Umzug in den Norden und die ich überrascht begrüßte. Im Glauben, R. Zerback sei vielleicht ihr Partner, plauderten wir alle angeregt miteinander, ich erhielt von da an Anzeigen seiner vielfältigen Ausstellungen und begann mich für seine Arbeiten zu interessieren. Vor nicht langer Zeit besuchten wir seine Ausstellung in Mannheim, in den kargen großen Räumen in S 4, die uns sehr gefiel. Und schon war der Künstler eingeladen, eine Ausstellung beim KVL zu machen.

Seither sind wir im Gespräch mit dem Künstler. Die gleichen Bilder nochmals zu präsentieren, ist nicht seine Sache, so dass Rainer Zerback eine neue Idee entwickelte: Sozusagen von mehreren Reisen zu erzählen. Auf kleinstem Raum jeweils vier bis 16 Werke zu sechs Reisen. Geht das? Und wie? Das hört sich nach konventionellem Vorzeigen von Bildern nach der Reise an, - ist es aber nur scheinbar. Die Art und Weise, wie R. Zerback diese Reiseerfahrungen (man ist geneigt, das Modewort „Narrative“ zu gebrauchen ;-) ) ausgewählt, umgesetzt, gruppiert hat, diese und andere Antworten wird Ihnen St. Kleinsorge gleich erläutern, die ich ebenfalls sehr gerne hier und heute begrüßen möchte. Sie sind bekannt als Kunsthistorikerin, als Leiterin des Port 25 haben auch wir Sie schon oft gehört, und sind jetzt Bereichsleiterin des Kulturamtes LU. Es freut uns sehr, dass Sie heute die Laudatio halten werden.